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Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und Ehe

Die römische Göttin Ceres war die Gottheit für Ackerbau, Fruchtbarkeit und Ehe. Des Weiteren galt sie als Gesetzgeberin.

Ihr Ursprung ist vermutlich etruskisch. Im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde sie mit der griechischen Fruchtbarkeitsgöttin Demeter gleichgesetzt und im Zuge dessen wurden auch deren Eigenschaften auf sie übertragen. Auch mit Tellus, der Gottheit der mütterlichen Erde, wird Ceres oft in Verbindung gebracht. Der Sage nach hatte sie zwei Kinder mit Jupiter. Sie soll die Tochter des Saturn und der Ops gewesen sein. Ihr Name leitet sich höchstwahrscheinlich vom lateinischen Wort „crescere“ (=wachsen) ab.

In Darstellungen ist Ceres oftmals mit Früchten, Fackel, Schlange, Ährenkranz, Mohn und Schwein zu sehen. Jedes dieser Attribute hat einen speziellen Bezug zu ihrer Bedeutung als Göttin der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus. So kriecht die Schlange auf der Erde, mit der Fackel soll Ceres Verirrten den Weg geleuchtet haben und der Ährenkranz steht als Symbol für Nahrung. Der Mohn stand ebenfalls für die Fruchtbarkeit, da seine Kapseln so viele Samen trugen und das Schwein als in der Erde wühlendes Tier weist ebenfalls eine gewisse Verbindung zum Ackerbau auf.

Die Trias, die Ceres mit ihren Kindern Libera und Liber darstellt, wird manchmal als Gegenstück der Trias aus Jupiter, Mars und Quirinius bezeichnet. Letztere waren kapitolinisch, erstere plebejisch. Ceres gehört außerdem zu den Inferi, also den in der Erdinnenwelt lebenden Wesen.

Im Jahre 496 v. Chr. wurde der Ceres ein dreizelliger Tempel in Rom erbaut. Dies geschah auf Anweisung des Diktators Postumius, der auf diese Weise eine Hungersnot abwenden bzw. beenden wollte.

Natürlich wurde der Göttin der Fruchtbarkeit im antiken Rom ein öffentlicher Kult zuteil. Vor der Aussaat wurde ihr und Tellus ein öffentliches Opfer dargebracht. Im Januar wurde den beiden Göttinnen erneut ein Tier geopfert.

Heute finden wir den Namen Ceres noch in den Wörtern Zerialie (Getriede) sowie Cervisia (Bier) wieder.