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Göttin des Mondes, der Fruchtbarkeit und der Jagd

Die römische Göttin Diana galt als Gottheit des Mondes, der Fruchtbarkeit und als Beschützerin von Frauen und Mädchen. Auch half sie – gleich einer Hebamme – den Frauen bei der Niederkunft. Gleichzeitig wurde sie jedoch auch als Todesgöttin bezeichnet. Ihr Name ist auf das lateinische Wort „dium“ zurückzuführen, was „heller Himmel“ bedeutete.

Diana ist die Tochter des Jupiter und der Latona. Ihr Bruder war Apollon. Sie selbst blieb Jungfrau und vermählte sich nie.
Später wurde Diana zum Pendant der griechischen Göttin Artemis erklärt und übernahm im Zuge dessen auch deren Eigenschaften. So wurde sie zusätzlich zur Göttin der Jagd. Aus diesem Grunde wird sie in Darstellungen oftmals umgeben von Wildtieren gezeigt. Des Weiteren wird sie oft mit einer Stephane, einem Kranz mit hohen Zacken im Haar gezeigt. Auch das „venabulum“ war eines ihrer Attribute – zur damaligen Zeit eine Stoßlanze zur Wildschweinjagd.

Mit ihrem griechischen Pendant Artemis verbinden Diana tatsächlich gemeinsame prähistorische Wurzeln. Die Vorgängerinnen der beiden Göttinnen in der neolithischen Epoche der Jäger und Sammler wachten nämlich über die Einhaltung der festgelegten Rituale, nach denen die Schlachtungen von Tieren durchgeführt werden mussten. Wurde ein Tier außerhalb des Ritus getötet, wurde dies von Diana bestraft. Außerdem sorgte sie für den Nachwuchs der erlegten Tiere.

Auch bei den Plebejern war Diana eine beliebte Gottheit, da sie beim Auszug des Plebs zum Aventin gezogen sein soll, wo auch ihr späterer Tempel lag.
Ein Beiname der Diana war Trivia („Dreiwegsgöttin“). Daher wurde im Heiligtum der Diana, im Zypressenhain von Aricia eine dreigestaltige Statue ihr zu Ehren errichtet.

Im Mittelalter wandelte sich das positive Bild der Diana langsam zu einem völlig anderen: sie wurde als Göttin der Hexen bezeichnet und damit mit dem Teufel selbst in Verbindung gebracht. Mit ihm soll sie in der Walpurgisnacht Unzucht betrieben haben. Dies führte unter anderem zu vielen Mythen, die zur Zeit der Hexenverfolgung verbreitet wurden.