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Humor in der Antike

Um Dido rankt sich eine große Anzahl teils widersprüchlicher Mythen. Nach der Überlieferung des altrömischen Historikers Junianus Justinus kommt sie aus Tyros (im heutigen Libanon), das damals eine wichtige Domäne der Phönizier war.

In ihrer Heimat hieß sie Elissa – die Bezeichnung Dido stammt von den Römern. Sie lebte als Prinzessin, bis sie vor der Verfolgung durch ihren Bruder Pygmalion, der ihren Mann bereits ermordet hatte, floh, und zwar über Zypern bis zum heutigen Golf von Tunis. Der dortige Häuptling wies ihr ein kleines Eckchen Land zu, das sie durch eine List ansehnlich vergrößerte. Und auf eben diesem Gebiet entstand das spätere Karthago.

Diese Überlieferung, so spannend sie auch klingen mag, erscheint späteren Historikern höchst unwahrscheinlich. Dem trägt in erster Linie die Tatsache Rechnung, dass eine Frau, noch dazu eine Königstochter, kaum diese doch recht beachtliche Strecke zurückgelegt haben wird, schon gar nicht in der Funktion als Expeditionsleiterin.

Etwa ein Jahrtausend nach Didos Tod bringt der bedeutende Dichter Vergil sie in Verbindung mit dem » Trojaner » Aeneas. Danach treibt es den aus seiner Heimat Geflohenen an die Küste Karthagos, wo Dido als Königin herrscht. Beide finden zueinander, und das, obwohl Dido den Männern abgeschworen hat. Leider erinnert der Götterbote Merkur den Liebhaber an seine Pflichten, woraufhin er die Königin verlässt. Voller Gram darüber schwört Dido Rache, worin die späteren Streitigkeiten zwischen Karthago und » Rom begründet sein dürften. Anschließend ersticht sie sich mit dem Schwert ihres Helden.

Es gibt durchaus Quellen, die andere Gründe für den Didos Selbstmord sehen. So gibt es die rührende Geschichte, dass sie, um der Hochzeit mit dem erfolgssüchtigen Iarbas zu entgehen und ihrem verstorbenen Ehemann treu zu bleiben, freiwillig aus dem Leben scheidet.