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Geld verdienen in der Neuzeit

Geld im alten Rom - gab es einen Sofortkredit?

Humor in der Antike

Lange Zeit war man der Überzeugung, die Frauen in der römischen Antike seien besonders privilegiert gewesen.

Denn tatsächlich hatten sie die Möglichkeit, sich in der Gesellschaft zu bewegen, wo sie teilweise auch sehr angesehen waren. Aber letztlich waren sie doch niemals richtig frei und selbstständig, sondern blieben vielmehr stets entweder dem Vater, dem Ehemann oder dem Schwiegervater unterworfen. Und selbst bei Vertragsabschlüssen oder sonstigen Rechtsgeschäften einer Frau war grundsätzlich die Zustimmung ihres Vormundes notwendig.

Kaiser Augustus liberalisierte die Gesetzgebung insofern, als er etwa Frauen, die mindestens drei Kinder geboren hatten, aus der Vormundschaft entließ – mit dem Hintergedanken, die stark rückläufige Geburtenrate anzuheben. Dabei übersah er jedoch, dass die meisten kleinen Mädchen überhaupt keinen konsequenten Unterricht genossen hatten und somit als Erwachsene nicht lesen, schreiben oder gar rechnen konnten – ein Leben in absoluter Freiheit war demnach undenkbar.

Überdies gab es etliche Gesetze, die den sexuellen Umgang der Geschlechter regelten. So besagte eins, dass eine Familie lediglich ein einziges Mädchen aufziehen sollte – alle weiteren entsorgte man, ungestraft übrigens. Denn der weibliche Nachwuchs kostete nur unnötig Geld, und ein späterer Nutzen für die Familie oder die Gesellschaft war nicht zu erwarten.

Da es ein anderes Gesetz den Männern verbot, mit einer Frau aus der Oberschicht sexuellen Kontakt zu haben, ließen sich etliche hochgestellte Damen als Prostituierte registrieren, denn das war erlaubt. Immerhin standen Vergewaltigungen unter Strafe; allerdings hatte sogar das Opfer mit der Todesstrafe zu rechnen, wenn es eine „Mitschuld“ trug, sich beispielsweise nicht gewehrt hatte.

Wenn eine Frau jedoch das Glück hatte, mit einem nicht tyrannisch veranlagten Mann verheiratet zu sein, konnte sie ein recht angenehmes Leben führen. In der Literatur betont man häufig die Qualitäten der Frauen als angenehme und zuverlässige Gefährtinnen.