StartseiteAltgeschichteGrammatikLexikonLive-ChatÜbersetzungsbüro für Latein

Allgemein:

Startseite

Impressum

Datenschutz

Geld verdienen in der Neuzeit

Geld im alten Rom - gab es einen Sofortkredit?

Humor in der Antike

Die alten Römer ließen es sich durchaus schmecken; zumindest die wohlhalbenden legten großen Wert speziell auf die Hauptmahlzeit (cena), die am frühen Nachmittag begann und sich über mehrere Stunden hinziehen konnte. Allerdings entsprach der Geschmack der damaligen Gourmets ganz und gar nicht dem der heutigen. Denn ein Gericht galt dann als besonders gelungen, wenn man die einzelnen Zutaten weder am Aussehen noch am Geschmack unterscheiden konnte.

Ein weiterer Unterschied zu unseren Essgewohnheiten war die Tischkultur selbst. Denn man saß nicht, sondern man lagerte auf speziellen Ess-Liegen (lectus triclinaris), von denen immer neun hufeisenförmig um den Tisch gestellt waren. Bis zur Kaiserzeit blieben die Männer unter sich; danach hatten die Dame des Hauses und andere Gefolgsleute (denn zu denen zählte auch die Hausfrau) auf Stühlen Platz zu nehmen. In den vornehmen Haushalten traten während des Essens auch Musiker und Akrobaten auf. Und oft genug schloss sich an die eigentliche Mahlzeit noch ein Trinkgelage an.

Die Oberschicht nahm sehr vielfältige Speisen zu sich: Früchte, Pilze, Kohl (meist kochte man ihn in Essig, Grünkohl sogar in Salpeter) und Meeresfrüchte, zu denen auch die Seeigel zählten, bildeten die Vorspeisen. Als Hauptgericht gab es Schwein, wobei Euter und Gebärmutter als besondere Delikatessen galten, auch Geflügel und Eier. Rindfleisch aßen höchstens die Armen, weil die Arbeitstiere zäh waren. Stattdessen mästete man Siebenschläfer und allerlei andere Tiere.

Zu fast allen Nahrungsmitteln reichte man die Sauce garum, die hauptsächlich aus gesalzenen Fischinnereien bestand und lange gären musste. Dabei entwickelte sich ein solcher Gestank, dass die Zubereitung in der Stadt verboten war. Als Getränk hab es Wasser und Wein. Besonders beliebt waren gepantschte Kreationen, bei denen Rotwein nicht mehr als solcher zu erkennen war. Auch Glühwein gab es bereits. Besonders begehrt war eisgekühlter Wein –Schnee musste weit herangeschafft und durch starken Druck zu Eis verwandelt werden. Sehr teuer und daher en vogue!