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Humor in der Antike

Der römische Dichter Martial (Kurzform von: Marcus Valerius Martialis) wurde 40 n. Chr. in Bilbilis (Spanien, Region Aragonien, Kreis Zaragoza, Gemeinde Calatayud) geboren und starb cirka 104 n. Chr. in Bilbilis.

Die Epigramme (zu Deutsch: Sinngedichte, Ursprung in Griechenland) des Martial, zählen zu den Bedeutendsten dieser Art Poesie aus der Römerzeit. Er selbst, Meister dieser lyrischen Form, brillierte in Pointen und Wortspielen mit formvollendeter Sicherheit in Geist und Variation. Seine Ziele waren meist die römische Gesellschaft in Form von Gruppen (zum Beispiel Ärzte oder Anwälte) oder Auffälligkeiten und Charakterzügen (wie Heuchelei, der Verfall Roms, Geiz und Verschwendung oder auch die Neureichen). Trotz bissiger und schonungsloser Bloßlegung, nennt Martial niemals Namen, Ausnahme bei seinen Lobgedichten auf die Kaiser und Gönner.

Auch Martial stellte seinen Lebensunterhalt für seine » Verse durch Mäzen (Geldgeber) sicher, zu denen unter anderem Seneca der Jünger gehörte, sowie die Kaiser Titus und insbesondere Domitian.

Um 64 n. Chr. zog es Martial nach Rom, wo er sich zunächst unter den Kaisern Titus (bis 81 n. Chr.) und Domitian (bis 96 n. Chr.) ein hohes Ansehen erarbeiten konnte, welches ihm ein gewisses wohlhabendes Leben ermöglichte, wenngleich er bis zum Schluss das Bild eines „Bettelpoeten“ in seinen Gedichten aufrecht erhielt.

Nachdem er bei Kaiser Nerva (bis 98 n. Chr.) und Trajan (bis 117 n. Chr.) mit seinen Lobpreisungen nicht gerne gesehen wurde und sich die politische Lage in Rom wendete, kehrte Martial um 98 n. Chr. nach Bilbilis zurück
Zu den bedeutendsten Werken gehören: Liber spectaculorum, wohl zur Einweihung des Kolosseums in Rom oder Apophoreta, als kurze Gedichte für Gastgeschenke. Insgesamt spricht man von etwa 15 Büchern Epigramme. Die Bücher Martial’s sollten noch Jahrhunderte später zum Vorbild genommen werden (unter anderem von Gotthold Ephraim Lessing).


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