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Geld verdienen in der Neuzeit

Geld im alten Rom - gab es einen Sofortkredit?

Humor in der Antike

So fortschrittlich die alten Römer im Bereich der Hygiene waren – man denke nur an die Thermen und die Latrinen – so wenig entwickelt war die Medizin.

Die ärztliche Kunst beschränkte sich lange auf die Anwendung von Heilkräutern, die entweder einzunehmen oder auf Wunden aufzulegen waren. Das Familienoberhaupt hatte für die Gesundheit seiner Lieben zu sorgen, und die Rezepturen gab jeder an seinen Nachfolger weiter. Dass sich dabei auch mythische Praktiken entwickelten, liegt auf der Hand.

Ab etwa 300 v. Chr. holten die Römer – wahrscheinlich eher zufällig – auch Heilkundige als » Sklaven ins Land. Sie praktizierten in Gasthöfen, und ihre Akzeptanz beim Volk wuchs schnell.

Erst ab dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert ließ man ganz bewusst griechische Ärzte ins Land wie etwa Archagathus, der zwar wegen seiner radikalen Operationen verschrien war, wegen seiner Heilerfolge aber 220 v. Chr. die römischen Bürgerrechte erhielt. – Zu dieser Zeit entwickelten sich auch die ersten Badekuren, die ab etwa 90 v. Chr. zur Perfektion gelangten.

Als Wegbereiter eines Gesundheitswesens im alten Rom darf » Cäsar gelten, der den ausländischen Medizinern die Bürgerrechte verlieh und damit dem gesamten Berufsstand zu Achtung verhalf. Aber erst Antonius Pius, der um die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts regierte, führte eine allgemeine Krankenversorgung ein, von der auch Nicht-Adelige profitierten.

Schon zuvor hatte man damit begonnen, das medizinische Wissen zu veröffentlichen. Als einer der bekanntesten Autoren gilt Aulus Cornelius Celsus. Er teilte die einzelnen Krankheiten ein und gilt als Vorreiter der Spezialisierung auf medizinischem Gebiet. Etwa 100 Jahre später machte sich Claudius Galenus einen Namen, indem er nicht nur beachtliche Heilerfolge vorweisen konnte, sondern auch wissenschaftliche Werke mit eigenen Studien veröffentlichte.