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Gott der Diebe, des Handels und der Reisenden

Merkur (Mercurius) war der römische Gott des Handels, des Gewerbes, des Reichtums und des Gewinns. Der Sage nach war er der Sohn des Jupiter und der Nymphe Maia. Zu seinem Namen kam er durch das lateinische Wort für Handel treiben („mercari“). In Anlehnung an den griechischen Gott Hermes, mit dem er gleichgesetzt wurde, bekam er auch einige von dessen Eigenschaften und Aufgaben zugesprochen, nämlich die Führung der Seelen in die Unterwelt und die Funktion des Götterboten, der Nachrichten und Geschenke übermittelt und Verirrte auf den rechten Weg zurückführt. Auch war er bekannt als Gott des Zufalls und des damit verbundenen glückhaften Findens, ebenso wie der List und der Tücke.

Des Weiteren übernahm er von Hermes die Eigenschaft der Beredsamkeit – stets konnte er eine passende Ausrede finden und hatte außerdem die Gabe, andere zu überreden und ihnen so seinen Willen aufzuzwingen. Sogar den Dieben war er heilig; er selbst stahl der Sage nach bereits als Kind eine Rinderherde, die dem Apollo gehörte.

Seine Zeichen waren der Heroldsstab in der linken Hand, ein Geldbeutel (oder eine Spendenschale) in der rechten Hand und ein Reisehut bzw. wahlweise Flügel, welche direkt aus seinem Kopf wuchsen. Der Stab war zumeist geflügelt und mit zwei sich windenden Schlangen dargestellt. Er verlieh der Gottheit zusätzliche Kräfte. Merkur konnte damit Menschen einschläfern oder aufwecken und Botschaften vermitteln, indem er sie in Träume „verpackte“.
Merkur wurde schon sehr früh hoch verehrt, auf den ersten Bronzemünzen erschien er als Münzbild mit geflügeltem Hut. Oft wurde er auch in Begleitung von Tieren dargestellt, wie Widder, Ziegenbock, Eber oder Hahn.

Bei dem nach Merkur benannten Wochentag Mittwoch („dies Mercurii“) kann noch heute in einigen Sprachen der etymologische Bezug zu der Gottheit hergestellt werden. So zum Beispiel im Französischen („mercredi“), im Italienischen („mercoledi“) oder im Spanischen („miércoles“).