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Göttin des Handwerks, der Kunst und der Weisheit

Die römische Göttin Minerva war die Gottheit der Handwerker und des Gewerbes. Sie wurde hauptsächlich von den Sabinern, Etruskern und den Latinern verehrt. Nachdem sie mit der griechischen Göttin Athene gleichgesetzt wurde, galt sie auch als Göttin der Dichter und Lehrer. Des Weiteren wurde sie als Göttin der Kunst, der taktischen Kriegsführung und als Hüterin des Wissens bezeichnet. Minerva war die Tochter des Jupiter und der Metis. Auch sie blieb, wie Göttin Diana, jungfräulich und bestrafte jeden, der ihrer Jungfräulichkeit zu nahe treten wollte. Sie spielte besonders für die Frauen eine wichtige Rolle, da die Religion hauptsächlich von Männern dominiert wurde.

Die Quinquatrus, ein Handwerkerfest ihr zu Ehren, wurde von Zünften und Innungen am 19. März bzw. später vom 19. bis 23. März begangen.
Seit der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus sieht man in Minerva auch eine Lenkerin der Geschicke des Staates und eine siegverleihende Gottheit. Aufgrund ihres Weitblickes wurde sie auch Glaukopis („die Eulenäugige“) genannt.

Minerva war eine der drei Stadtgottheiten Roms (neben Jupiter und Juno) und wurde daher auf dem Kapitol verehrt. Einer ihrer Tempel befand sich auf dem Aventinhügel in der Nähe des Tempels der Diana, ein anderer auf dem Esquilin. Letzterer war der Minerva Medica geweiht, der Schutzgöttin der Ärzte.
Die Symbole der Minerva waren Ölbaum, Schlage und Eule. Letztere ist bis in die heutige Zeit ein Symbol für Weisheit geblieben, welche Minerva verkörperte. Auch mit Brustpanzer, Helm, Schild und Lanze wurde sie oftmals dargestellt und sie galt als Helferin und Beschützerin der Helden. Oftmals wird sie als Widersacherin des Mars (des Kriegsgottes) bezeichnet, dessen brutale Gewalt ihrer klugen Überlegtheit gegenübersteht.

Seit der Renaissance und bis in die heutige Zeit ist die Göttin Minerva ein Symbol für Weisheit, Kunst und Wissenschaft. So ist ihr Antlitz auf dem Emblem der Max-Plank-Gesellschaft zu sehen, ebenso wie auf dem von deren Vorgängerorganisation, der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft.