StartseiteAltgeschichteGrammatikLexikonLive-ChatÜbersetzungsbüro für Latein

Allgemein:

Startseite

Impressum

Datenschutz

Geld verdienen in der Neuzeit

Geld im alten Rom - gab es einen Sofortkredit?

Humor in der Antike

Gott des Meeres

Der römische Gott Neptun, oder lateinisch Neptunus, wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. mit dem griechischen Gott Poseidon gleichgesetzt.

Im Zuge dessen wurden auch die Eigenschaften des Poseidon auf Neptun übertragen. Ursprünglich war er der Gott der fließenden Gewässer, der springenden Quellen und vermutlich sogar der Gott des Wetters. Erst mit der Gleichsetzung mit Poseidon wurde er auch zum Gott des Meeres und damit zum zweitmächtigsten Gott des Olymp (nach Jupiter).

Nach der Gleichsetzung der römischen mit den griechischen Göttern werden Jupiter und Pluto als seine Brüder bezeichnet. Ob dieses Verwandtschaftsverhältnis jedoch im Ursprung auch bestand, ist unklar. Belegt ist jedoch, dass er gemeinsam mit Jupiter über die Oberwelt herrschte.

Die Gattin Neptuns war der Sage nach Amphitrite, welche in der griechischen Mythologie als Nereide und damit als Beherrscherin der Meere galt. Jene wollte ursprünglich unverheiratet bleiben, floh sogar vor den aufdringlichen Annäherungsversuchen Neptuns, ließ sich jedoch schließlich durch einen Delfin erweichen, der von Neptun als Brautwerber geschickt wurde. Der Sage nach blieb das Götterpaar ohne Nachkommen.

Heute werden Prachtbrunnen oftmals mit seinem Motiv geschmückt. Meist wird er mit seinem Dreizack, Zepter und Waffe des Meeresgottes, dargestellt. Des Weiteren werden oft Delfine und andere Seewesen an seiner Seite dargestellt. Meist trägt Neptun in diesen Darstellungen außerdem einen Bart und lange Haare.
Im römischen Reich wurden ihm zu Ehren am 23. Juli die Neptunalia gefeiert. Bei diesem Volksfest, das in der Dürre des Sommers stattfand, wurde der Gott rituell darum gebeten, die Wasserversorgung nicht versiegen zu lassen. Über den Ablauf des Festes selbst ist nur wenig bekannt, lediglich dass Hütten aus Ästen und Blättern errichtet wurden, in denen die Römer wahrscheinlich feierten und tranken. Auch Spiele wurden zu Ehren Neptuns veranstaltet (ludi Neptunales), die im Laufe der Zeit mit den Neptunalia verschmolzen.

In vielen italienischen Opern der Barockzeit wird der Name Neptuns ebenfalls genannt.