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Humor in der Antike

Zwar erlangte Publius Ovidius Naso, heute nur noch als Ovid bezeichnet, niemals die Berühmtheit wie seine Dichterkollegen Horaz oder Vergil. Dennoch ist sein umfangreiches literarisches Werk ein bedeutendes Zeugnis seiner Zeit.

Ovids Leben (20. März 43 v. Chr. bis 17 n. Chr.) verlief lange wenig spektakulär. Sein Vater, ein vermögender Ritter, erwartete von ihm, dass er ein öffentliches Amt bekleiden sollte. Aber schon bald wandte er sich ganz der Dichtkunst zu und ließ sich von Massalla Corvinus, einem General und zugleich Kunstmäzen, finanziell unterstützen.

Erst das Jahr 8 n. Chr. brachte eine zumindest für ihn überraschende Wende: Er erhielt von Kaiser Augustus den Befehl, sich nach Tomis, dem heutigen Constanta in Rumänien, in die Verbannung zu begeben. Seine Bürgerrechte und sein Vermögen blieben ihm immerhin erhalten. Allerdings hatte es niemals ein Gerichtsverfahren gegen ihn gegeben, und der Dichter konnte selbst auch nur über die Gründe spekulieren, die zu dieser massiven Bestrafung geführt hatten.

Dies tat er in den tristia, einer fünfbändigen Sammlung von Klageliedern mit autobiographischem Inhalt. Vermutlich habe er mit seiner Ars amatoria, einem recht freizügigen Werk über die Liebeskunst, die Vorstellungen des gestrengen Kaisers Augustus gekränkt. Zudem habe er etwas gesehen, das er nicht habe sehen dürfen. Was dies gewesen sein mochte. bleibt bis heute Gegenstand intensiver Forschungen.

Das bedeutendste Werk, und vor allem das bekannteste, sind zweifelsfrei die Metamorphosen. Dabei handelt es sich um ein Epos in insgesamt 15 Bänden über antike Sagengestalten. Diese Figuren sind zwar zunächst der Überlieferung nach korrekt dargestellt, werden aber letztlich in einen Gegenstand oder ein niederes Tier verwandelt – entweder zur Strafe oder als Schutz vor lauernden Gefahren.