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Geld verdienen in der Neuzeit

Geld im alten Rom - gab es einen Sofortkredit?

Humor in der Antike

Die altrömische Familie war vollkommen vom Vater, dem pater familias, beherrscht. Ihm unterstanden nicht nur sämtliche Gegenstände (zu denen auch die Sklaven zählten) und Geldwerte des Haushaltes, sondern er konnte auch nahezu willkürlich über die übrigen Personen, also seine Frau, die Kinder und sogar deren Familien verfügen. Immerhin hatten alle Familienmitglieder aber dieselben Hausgötter, was die kleine Einheit zu einer Kulturgemeinschaft machte.

Die » Ehefrau war zwar von ihrem Mann abhängig, aber sie nahm dennoch eine geachtete Stellung innerhalb der Familie ein. Außerdem durfte sie am kulturellen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen – in Maßen, versteht sich. Auch die unterste Stufe des Schulsystems hatte ihr in ihrer Kindheit offen gestanden.

Im Römischen Reich wie überhaupt in der damaligen Zeit gab es erschreckend viele Fehlgeburten. So kam es, dass man jede Geburt eines Kindes groß feierte und mit Ritualen belegte. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der pater familias über Wohl und Wehe des neuen Erdenbürgers bestimmen durfte. Und das tat er auch. Wenn ein Baby generell nicht genehm war – aus welchen Gründen auch immer – oder es sich gar nur um ein Mädchen handelte, konnte man es kurzerhand aussetzen. Dieses Vorgehen war durchaus an der Tagesordnung und keinesfalls verboten. 30 Tage nach der Geburt hatte man ein Kind im Tempel des Saturn anzumelden.

Im alten Rom gab es neben der Familienvergrößerung durch Geburt auch die durch Adoptionen. Dies geschah meist bei Kinderlosigkeit, die anderenfalls zum Aussterben des Geschlechtes geführt hätte. Man unterscheidet zwei Arten: Die einfache adoptio fand vor dem Stadtprätor statt und schickte jemanden letztlich von einem Familienoberhaupt zum anderen. Die adrogatio dagegen bedurfte der Volksversammlung. Sie betraf lediglich Personen, die keiner fremden Macht unterstanden, also Männer, später auch Frauen und freigelassene Sklaven. Sie nahmen anschließend den Platz eines (erwachsenen) Kindes in der neuen Familie ein. Auf diese Weise regelte man häufig die Thronfolge