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Humor in der Antike

Bekanntlich gab Romulus der späteren Zentrale des Römischen Reichs und damit einer ganzen Epoche seinen Namen. Bei der Stadtgründung hatte er sich gegen seinen Zwillingsbruder Remus durchgesetzt.

Beide waren als Babys ausgesetzt worden, damit keine Abkömmlinge eines gestürzten Monarchen mehr stören konnten. Ihren Tod verhinderte die Wölfin, die sich der Kinder annahm, und später der Schweinehirt Faustulus.

Zur legendären Stadtgründung kam es als Akt der Dankbarkeit seitens des rechtmäßigen Großvaters der Zwillinge. Remus musste seinen Spott über die vom Bruder gezogene Stadtmauer mit dem Leben bezahlen, und Romulus regierte allein.

Ein entscheidendes Ereignis in seiner noch jungen Regierungszeit war der Raub der Sabinerinnen. Der banale Grund dafür: In der neu gegründeten Stadt ließen sich hauptsächlich Flüchtlinge und Verfolgte nieder – leider fast ausschließlich Männer. Der gewiefte Romulus lud die Einwohner der umliegenden Städte zu einem großen Fest ein, in dessen Verlauf seine Krieger die Versammlung sprengten und die Mädchen entführten.

Die meisten von ihnen versöhnten sich mit ihrem Schicksal, heirateten einen Römer und vermittelten später sogar beim Revanche-Angriff ihrer Väter und Brüder. Die Verfeindeten erhörten die Bitten der schönen Frauen und schlossen Frieden – fortan regierte Romulus zusammen mit Titus Tatius.

Der legendäre Stadtgründer Romulus wurde später zum Symbol für das gesamte römische Staatswesen. Bereits sein Tod verklärte ihn. Während einer Heeresschau kam es zu einer Sonnenfinsternis und einem Orkan, der den Stadtgründer einfach verschluckte: Mars hatte seinen leiblichen Sohn zu sich geholt, der daraufhin zum Gott Quirinus wurde. Später bezeichnete man die Bevölkerung als Quiriten, und über dem Senat schien sein Bild zu schweben.

Die Tatsache, dass Romulus seinem königlichen Großvater wieder zur Macht verholfen hatte, sah man zur Zeit der Republik kritisch; erst unter Kaiser Augustus kam der Held wieder zu Ehren.