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Geld verdienen in der Neuzeit

Geld im alten Rom - gab es einen Sofortkredit?

Humor in der Antike

Dank der ausgiebigen kriegerischen Eroberungen verfügten die alten Römer über zahllose Kriegsgefangene, die ihnen als Sklaven in der Landwirtschaft oder in Steinbrüchen, aber auch als Hausdiener, Gesellschafter und sogar Lehrer oder Ärzte zur Verfügung standen. Daneben überfielen sie im Ausland Kutschen und Schiffe, was den Vorteil hatte, dass man sich zugleich auch des Vermögens der Reisenden bemächtigen konnte.

Unabhängig von der Art der Arbeit galten die Sklaven nicht als Menschen, schon gar nicht als eigenständige, sondern man betrachtete sie lediglich als Sachen. Sie gehörten ihrem Herrn, der nach Belieben über sie verfügen durfte. Auch den erwirtschafteten Lohn hatten sie abzuliefern. Der Herr dufte ungestraft über Leben und Tod seiner Sklaven entscheiden, übrigens auch über deren Kinder. Zwar gab es durchaus milde Herren, die ihre Haussklaven fast als Familienmitglieder behandelten, aber es gab keinerlei rechtliche Verpflichtung dazu.

Wenn es ein Sklave allen Widrigkeiten zum Trotz geschafft hatte, eigenes Vermögen zu erwirtschaften, durfte er sich freikaufen. Überdies entließen vielfach die Herren ihre Sklaven in die Freiheit, manchmal, weil sie wegen der ständigen Überforderung keine gute Arbeit mehr ablieferten, manchmal, weil man ihnen einfach die Freiheit gönnen wollte. Dennoch blieben die vormals Unfreien auch danach noch von ihrem ehemaligen Herrn abhängig.

Es gab regelrechte Sklavenmärkte, auf denen die Herren auch würdelos feilschten. Gebildete und Schöne waren selbstverständlich besonders teuer, auch kräftige junge Burschen, von denen man sich große körperliche Leistungen versprach, erzielten einen hohen Preis

Immer wieder kam es im Römischen Reich zu Aufständen, bei denen die Sklaven gegen die unerträglichen Bedingungen aufbegehrten. Der bedeutendste ist der des Spartacus, der jedoch wie alle übrigen brutal niedergeschlagen wurde. Dennoch kam es in der späten Kaiserzeit sogar zu Gesetzen, die den Sklaven ein insgesamt weniger jammervolles Leben garantieren sollten.