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Geld verdienen in der Neuzeit

Geld im alten Rom - gab es einen Sofortkredit?

Humor in der Antike

Die Badekultur der alten Römer war hoch entwickelt. Es gab viele öffentliche Thermen und zahllose private. Denn das Bad diente nicht ausschließlich der Körperpflege, vielmehr entwickelten sich die Thermen auch mehr und mehr zum Mittelpunkt des sozialen Lebens. Besonders die öffentlichen Bäder waren sehr komfortabel, wenn nicht gar luxuriös ausgestattet und verfügten über Bibliotheken und Sportanlagen. Hinzu kam die Möglichkeit, sich massieren zu lassen und Schönheitspflege zu betreiben.

Die alten Römer, bekannt für ihre Aquädukte, scheuten keinerlei Mühen, auch Wasserleitungen speziell für ihre großen Thermen zu bauen. Unterirdische Rohrleitungen und solche innerhalb der Wände waren mit erhitzter Luft gefüllt und sorgten für die notwendige mollige Wärme des Wassers.

Zwar gab es bereits in den Anfängen des Römischen Reichs Thermen, aber zur wahrhaft pompösen Vollendung gelangten sie erst während der Kaiserzeit. Dabei haben mehrere Faktoren mitgespielt. Die Kaiser wollten ohnehin ihre Macht durch prachtvolle Bauwerke demonstrieren. Außerdem stieg im ersten nachchristlichen Jahrhundert die Bevölkerung Roms stark an, und viele Menschen mussten in ärmlichsten Verhältnissen leben. Durch den Besuch der wunderschönen Bäder konnte man zumindest zeitweilig dem tristen Alltag entfliehen (und sich zudem reinigen).

Und schließlich machte die » Medizin große Fortschritte. So gab es verschiedene Ärzte, die das Baden in heißen Quellen empfahlen, Da nicht jeder eine Reise zu den bekannten Mineralbädern unternehmen konnte, nutzte man die Thermen vor Ort, die immerhin über unterschiedlich temperierte Räume verfügten.

Auch bei ihren Eroberungszügen wollten die Römer nicht auf die gewohnte Annehmlichkeit des Bades verzichten. Daher bauten sie die Thermen überall da, wo sie sich niederließen, wovon noch heute viele Zeugnisse künden – in Deutschland befinden sich die bekanntesten Überreste der antiken Thermen in Xanten.