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Göttin von Heim und Herd, Hüterin des Feuers

Die Göttin Vesta stellte die Schutzpatronin des (Herd)Feuers dar. Neben ihrer Bedeutung für jede einzelne Familie, über deren Herd (und damit im übertragenen Sinne auch über deren Sicherheit) sie wachte, galt sie auch als Garantin für das Wohlergehen von einzelnen Städten und auch des gesamten Imperium Romanum. Daher genoss sie nicht nur Verehrung z. B. durch die Frau des Hauses, deren Herd immer auch eine altarähnliche Stätte der Verehrung darstellte. Sie wurde zudem auch „von Staats wegen“ im Rahmen eines Staatskultes verehrt.

Verehrung wurde ihr weiterhin durch Bäcker und Müller zuteil. Während dem Fest der Vesta, welches vom 9. bis zum 15. Juli dauerte, pflegten sie ihre Werkstätten zu bekränzen und ihre Esel ebenfalls mit Kränzen sowie mit umgehängten Broten zu schmücken.
Schließlich wurde sie auch bei jedem Gottesdienst, der ein Opferfeuer beinhaltete, mitverehrt.

In Rom und vielen weiteren römischen Städten befand sich ein der Göttin geweihter Tempel auf dem Forum. Die Aufrechterhaltung des ewigen Feuers, das in ihm brannte, war eine der Hauptaufgaben ihrer Priesterinnen, der Vestalinnen.

Ein weiteres zentrales Begleitattribut der Vesta war ihre Keuschheit. Dementsprechend waren die Vestalinnen für die Zeit ihrer Berufung (30 Jahre) an ein strenges Zölibat gebunden. Übertretungen wurden drakonisch mit dem Begraben bei lebendigem Leibe bestraft.
Eine Vestalin, Rhea Silvia, spielt eine zentrale Rolle in der römischen Gründungslegende: nachdem sie vom Kriegsgott Mars verführt worden war, gebar sie die Zwillinge Romulus und Remus. Für ihren Frevel wurde sie, wie in solchen Fällen üblich, bei lebendigem Leibe begraben (andere Quellen sprechen davon, dass sie in den Fluss Tiber geworfen wurde). In beiden Fällen jedoch erbarmte sich der Flussgott Tiberinus ihrer, rettete sie und nahm sie zur Frau. Er rettete ebenfalls die beiden Zwillinge, die man auf dem Fluss in einer Zinkwanne ausgesetzt hatte und überließ sie einer Wölfin zur Aufzucht.